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Tags >> Förderung
Mär 26
2010

Leipzig - Bretagne - Brest - Leipzig

Posted by Bianca in Privatschulen , Lovania , International , Förderung , Ausbildung

15 Lovanier, 3 Länder, knapp 2400 Kilometer: so lautet das Fazit der vergangenen Woche. Während sich der Russisch-Kurs auf Studienfahrt gen Osten, ins knapp 1000 km entfernte Brest (Weißrussland), aufmachte, schlug der Französisch-Kurs die entgegengesetzte Richtung ein und reiste rund 1400 km nach Guingamp (Bretagne).

Sowohl in Frankreich als auch Weißrussland wurden unsere Lovanier herzlich empfangen. Erste optische Eindrücke gibt es nun zu sehen...
Unser Dank gilt der UCO Bretagne Nord, der Puschkin-Universität Brest, dem Deutsch-Französischen Jugendwerk sowie allen Organisatoren und Dozenten.

Brest, Weißrussland

"Mit einer 15-stündigen Zugfahrt in einem Abteil, in dem man sich zu dritt weder bewegen noch atmen konnte, begann das Abenteuer „Brest-Reise“. Doch das hört sich schlimmer an, als es wirklich war. Am frühen Morgen kamen wir am Hauptbahnhof an und wurden von Sergej Suchoy abgeholt, der unseren Aufenthalt geplant hatte und uns während der Woche zur Seite stand. Neben dem Russisch-Unterricht an der Uni, bei dem wir vor allem Grammatik und Alltagssprache lernten, haben wir auch viele Ausflüge gemacht. Unter anderem eine Sightseeing-Tour durch Brest mit fachkundiger Erklärung durch Sergej. Außerdem waren wir in einem Naturschutzgebiet sowie in der Festung von Brest, wo es sehr interessant war. Brest ist eine alte und nicht sehr große Stadt, doch sie hat ihren ganz eigenen Charme durch die schönen kleinen Kirchen und die Stadtgestaltung, aber vor allem durch die Menschen. Sie waren uns gegenüber offen und freundlich und wir konnten unsere vorhandenen Sprachkenntnisse bei einem gemeinsamen Essen mit Studenten anwenden (wenn auch nicht immer grammatikalisch korrekt) und ausweiten. Denn es stimmt, was man sagt: Sprache lernt man am besten, wenn man im jeweiligen Land ist und mit den Leuten dort redet. Deswegen war es auch umso trauriger und schade, dass wir dort nur eine Woche blieben. Doch für uns steht fest: wir wollen gerne wieder kommen." (Juliane Schulz, Freko3 )


Bericht der Universität Brest über den Studienaustausch
Guingamp, Bretagne

1400 Kilometer gen Westen – Tagebuch eines Deutsch-Französischen Jugendaustauschs

Im Rahmen ihrer Ausbildung zu Staatlich geprüften Fremdsprachenkorrespondenten begaben sich die Schüler des Französischkurses der LOVANIA-Akademie Leipzig dank finanzieller Unterstützung des Deutsch-Französischen Jugendwerks auf Studienfahrt in die Bretagne. Genauer ins rund 1400 Kilometer entfernte Guingamp. Dort waren sie vom 15. bis 19. März 2010 im Rahmen des „Printemps des Langues“ zu Gast an der Université Catholique de l'Ouest Bretagne Nord. Was sie dort erlebt haben, beschreiben sie in kurzen Tagebucheinträgen...

Montag, 15. März 2010 Nach einer sehr erholsamen Nacht trafen wir uns um neun Uhr morgens im Balzac, einem kleinen Café auf dem Unigelände, wo die französischen Studenten Frühstück für uns vorbereitet hatten: Baguettes und Hörnchen. Anschließend trug uns Antoine – ein Biologiestudent – etwas über den „ökologischen Fußabdruck“ vor. Dabei hatten auch wir die Möglichkeit, unser ökologisches Bewusstsein zu testen. Nach einer Stärkung in der Universitätskantine ging es zum gemeinsamen Lagerwirtschaftskurs mit den französischen Studenten, welche uns anschließend eine Führung durch Guingamp gaben. Gegen halb sechs erreichten wir das Rathaus, wo uns der Bürgermeister der 8000-Einwohner-Stadt nahe der Grenze von l'Armor und l'Argoat empfing.

Dienstag, 16. März 2010
Dienstag Morgen. Die Sonne hat uns aufgeweckt. Wir begannen diesen wunderschönen Tag mit Vorträgen zum Thema „Erneuerbare Energien“. Unser Thema handelte von den Subventionsänderungen in der Solarbranche in Deutschland. Um von allen Zuhörern verstanden zu werden, hielten wir unseren Vortrag auf Deutsch und Französisch. Für uns war es eine völlig neue Erfahrung, vor einem zweisprachigen Publikum zu sprechen. Nach dieser Herausforderung hatten wir Deutschunterricht mit sechs Studenten des dritten Studienjahrs, welche uns mit ihren guten Deutschkenntnissen überraschten.
Im anschließenden Spanischunterricht erklärte uns Dozentin Frau Michel wie man die Vergangenheitsform des Subjonctif benutzt, was wir schon immer wissen wollten. Wir waren sehr erstaunt darüber, dass der Akzent der Franzosen in jeder anderen Sprache hörbar ist. Sehr sympathisch! Schließlich konnten wir unsere Kenntnisse über die französische Geschäftskorrespondenz unter Beweis stellen, indem wir einen Geschäftsbrief verfassten, der sofort von französischen Studenten und Frau Brismontier (Anm.: Verantwortliche Lehrkraft an der UCO BN Guingamp) Korrektur gelesen wurde. Aufgrund des Themas der Woche: „Sprachenfrühling“ fand am Abend eine Vernissage, mit dem Thema „Erneuerbare Energien“, statt. Herr Le Berre, der Universitätsleiter, eröffnete diese mit einer Rede. Auch unsere Austauschstudenten hatten mit sehr viel Mühe ein internationales Buffet vorbereitet.

Donnerstag, 18. März 2010
Der Tag begann mit einer einstündigen Autofahrt zur „Côte de Granit Rose“. Dort angekommen gab es als erstes eine kleine Stärkung mit Madeleines und Cidre, ehe wir zu einer Wanderung durch die wirklich traumhafte Landschaft aufbrachen. Die Steilküste war nicht, wie anzunehmen, rosa, sondern orange. Auf einem dieser Felsen machten wir dann auch unser zweites Picknick. Mit neuer Energie setzte nun der Großteil der Gruppe die Wanderung fort, während die Fahrer zu den Autos zurückkehrten, um die Wanderer später wieder einzusammeln. Nächster Halt: Valorys, eine Mülltrennungs- und Entsorgungsanlage. Die Führung durch die Anlage hat uns sehr gut gefallen, auch wenn es nicht immer einfach war, die französischen Fachbegriffe zu verstehen. Endstation Crepes-Abend. Die Französinnen hatten Crepes und Galettes vorbereitet – eine gute Idee, denn wir hatten riesigen Hunger. Das Essen war köstlich! Ungefähr 40 Leute waren da. Dieser Tag voller Kontraste war wirklich sehr abwechslungsreich und vielseitig. Wir werden uns immer wieder gern an die Schönheit der Küste erinnern.

Freitag, 19. März 2010 Der Tag begann mit einem Vorstellungsgespräch. Wir wurden in zwei Gruppen geteilt. Eine Gruppe übte mit dem Universitätsdirektor, die andere mit dem Kommunikationslehrer. Beide nahmen die Rolle eines zukünftigen Vorgesetzten ein. Uns fiel auf, dass ein Vorstellungsgespräch in Frankreich angenehmer ist, als in Deutschland, da man nicht unsinnige Dinge gefragt wird, sondern Dinge, welche auch wirklich mit uns und unserem Leben zu tun haben. Das war wirklich sehr angenehm. Später fuhren wir in einem Bus an die Küste nahe der Insel Bréhat. Siel besteht aus zwei Teilen, welche nur durch einen dünnen Übergang miteinander verbunden sind. Überquert man diese Stelle, sieht man sowohl links, als auch rechts das Meer. Bei einem gemeinsamen Kochabend ließen wir unseren letzten Tag in Guingamp ausklingen.


Autoren: SchülerInnen des 3. Ausbildungsjahrgangs zum/r Staatlich geprüften Fremdsprachenkorrespondent/in an der LOVANIA-Akademie Leipzig (Theresa Biermann, Laura, Hoffmann, Lis Issler, Julia Jurczek, Thomas Lüdicke, Maria Seibeck, Melissa Simon, Juliane Zabel)

 



Feb 22
2010

Auf in die Welt, Freko2!

Posted by Bianca in Lovania , International , Förderung

Nach zweieinhalb Jahren Ausbildung war es endlich soweit: mit einer feierlichen Abendveranstaltung verabschiedete die LOVANIA-Akademie am Freitag, den 12. Februar, 17 „frisch gebackene“ Fremdsprachenkorrespondenten. Kaum aus dem Auslandspraktikum in sechs verschiedenen europäischen Ländern zurückgekehrt, werden sie sich nun erneut in die Welt aufmachen und zukünftig unter anderem in Paris sowie Schweden arbeiten oder ein Top-up-Bachelor-Studium am New College Durham“ in Großbritannien absolvieren. Wohin es unsere Lovanier auch verschlägt: wir wünschen Ihnen alles Gute und viel Erfolg!


Dez 10
2006

„Deutschland braucht ein starkes BAföG“

Posted by admin in Förderung , Ausbildung

DSW-Präsident Prof. Dr. Rolf Dobischat sagte vor mehr als 150 Vertretern von Studentenwerken, Hochschulen und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung: "Ohne eine starke Breitenförderung über das BAföG keine Spitze, ohne Massenförderung keine Begabtenförderung - wir fordern Bund und Länder auf: Handeln Sie, stärken Sie das BAföG, wenn Ihnen an der Chancengleichheit im deutschen Hochschulsystem wirklich etwas liegt!" Deutschland sei auf ein starkes BAföG angewiesen, wenn wirklich 40% eines Jahrganges ein Studium aufnehmen sollen, betonte Dobischat, denn: "Die zusätzlichen Studierenden werden vor allem aus einkommensschwächeren Familien und dem Mittelstand kommen müssen - für sie ist das BAföG das beste Argument für ein Studium." Derzeit beziehen 507.000 der rund zwei Millionen Studierenden BAföG.

BAföG für Migranten öffnen

Die mehr als 100 Delegierten der 61 Studentenwerke in Deutschland sprachen sich in Berlin für zahlreiche Verbesserungen beim BAföG aus: Studierende sollen angesichts steigender Studien- und Lebenshaltungskosten ab kommendem Jahr 10.000 Euro Vermögen statt wie bisher 5.200 Euro besitzen dürfen. Insbesondere jene Bundesländer, die Studiengebühren einführen, sollen mehr BAföG-Mittel bereitstellen, um bedürftigen Studierenden im Rahmen des BAföG Sozialstipendien zur Verfügung zu stellen. Außerdem soll das BAföG stärker für Migrantinnen und Migranten geöffnet werden. BAföG-geförderte Studierende, die sich für ein Kind entscheiden, sollen mehr Unterstützung erhalten.

DSW-Präsident Dobischat verwahrte sich dagegen, das BAföG mit kommerziellen Studienkrediten zu vergleichen: "Das BAföG ist eine Investition in begabte Menschen und damit die Zukunft unseres Landes; ein Studienkredit ist ein Kredit, er wird nie jene segensreiche gesellschaftliche Wirkung haben wie das BAföG." Das BAföG wird zu 65% vom Bund, zu 35% von den Ländern finanziert und zur Hälfte als Zuschuss, zur Hälfte als zinsloses Darlehen ausbezahlt.

Quelle: Bildungsklick.de